Kalanchoe: die schönsten Arten, Pflege und Vermehrung über Brutblätter

Kalanchoe ist eine Gattung aus Madagaskar mit über 100 Arten – von der Supermarkt-Blühpflanze bis zu skulpturalen Blattsukkulenten, die in der Sonne kupferrot werden. Allen gemeinsam: Sie wollen viel Licht, wenig Wasser und keinen Frost. Hier die Arten, die wir in unserer Gärtnerei ziehen, und wie Sie sie über Jahre gesund halten.
Die schönsten Kalanchoe-Arten
- Kalanchoe daigremontiana – das Brutblatt oder „Mutter der Tausender“: An den Blatträndern wachsen fertige Jungpflanzen. Unverwüstlich, ideal für Kinder.
- Kalanchoe thyrsiflora und luciae – die „Wüstenkohl“-Arten mit tellerrunden Blättern, die in der Sonne rot glühen.
- Kalanchoe humilis – kompakt, mit purpurn gestreiften Blättern.
- Kalanchoe marmorata – blaugrün mit braunen Flecken, große weiße Blüten.
- Kalanchoe tetraphylla – die Hexenblätter, filzig und gewellt.
- Kalanchoe fedtschenkoi ‘Rosa Schmetterling’ – panaschiert in Rosa und Creme, hängend.
Standort und Licht
Südfenster, Balkon oder Terrasse – Kalanchoen brauchen Sonne, um kompakt zu bleiben und Farbe zu zeigen. Im Sommer draußen, langsam an die volle Sonne gewöhnen. Ab Oktober hell ins Haus; die meisten Arten vertragen keine Temperaturen unter 5 °C.
Gießen und Substrat
Durchdringend gießen und dann trocknen lassen: im Sommer etwa wöchentlich, im Winter alle drei bis vier Wochen. Mineralisches Substrat (Kakteenerde mit Bims), Topf mit Abzug. Dünger nur von April bis August, halbe Dosis, einmal im Monat.
Vermehrung: fast von selbst
Beim Brutblatt fallen die Kindel ab und wurzeln überall, wo sie landen – einfach auf trockene Erde legen. Alle anderen Arten vermehren Sie über Blatt- oder Triebstecklinge: zwei Tage antrocknen lassen, in leicht feuchte Erde stecken, drei bis vier Wochen warten.
Überwintern und Blüte
Kalanchoen sind Kurztagpflanzen: Sie setzen Blüten an, wenn die Nächte länger als 12 Stunden sind. Ein heller, kühler Platz (10–15 °C) ohne Kunstlicht am Abend von Oktober bis Dezember bringt sie zuverlässig zum Blühen – im Januar und Februar, wenn sonst nichts blüht.
Häufige Probleme
- Lange, dünne Triebe: zu wenig Licht. Zurückschneiden und heller stellen.
- Weiche, glasige Blätter: zu nass. Trocknen lassen, ggf. neu bewurzeln.
- Blattränder braun und trocken: Sonnenbrand nach zu schnellem Umstellen ins Freie.
Alle Kalanchoen kommen aus eigener Zucht, bewurzelt und in 24–48 h bruchsicher verpackt zu Ihnen: zur Sukkulenten-Übersicht. Zum Weiterlesen: Kalanchoe luciae richtig pflegen.
Häufige Fragen
Ist Kalanchoe giftig?
Ja, alle Arten sind für Katzen, Hunde und Kaninchen giftig. Außer Reichweite von Haustieren halten.
Wie oft Kalanchoe gießen?
Im Sommer etwa einmal pro Woche, im Winter alle drei bis vier Wochen – immer erst, wenn die Erde durchgetrocknet ist.
Warum wird meine Kalanchoe rot?
Das ist Sonnenfärbung, kein Schaden: Bei viel Licht und kühlen Nächten bilden die Blätter rote Pigmente. Im Schatten werden sie wieder grün.
