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Sukkulenten Namen: Leitfaden zu den häufigsten Gattungen und Arten

Sukkulenten Namen: Leitfaden zu den häufigsten Gattungen und Arten

"Sukkulente" ist ein Sammelbegriff für hunderte Pflanzengattungen, die Wasser in Blättern, Stängeln oder Wurzeln speichern. Es gibt keine einzige botanische Familie der Sukkulenten: Dazu zählen Dickblattgewächse (Crassulaceae), Grasbaumgewächse (Asphodelaceae), Mittagsblumengewächse (Aizoaceae) und viele weitere. Wenn du nach Namen suchst, um deine Pflanze zu bestimmen, ist es am sinnvollsten, Gattung für Gattung vorzugehen – denn jede hat einen eigenen Wuchs und eigene Ansprüche.

Echeveria: die meistfotografierte Rosette

Das ist vermutlich die Gattung, die die meisten Menschen erkennen, ohne den Namen zu kennen. Sie bildet kompakte Rosetten aus fleischigen Blättern, oft in graublauen, rosafarbenen oder violetten Tönen. Innerhalb von Echeveria gibt es dutzende Arten und Hybriden: Echeveria elegans, Echeveria agavoides, Echeveria pulidonis, Echeveria setosa. Sie brauchen viel direktes Licht, um die kompakte Rosettenform zu behalten – bei wenig Licht in Innenräumen vergeilen sie und verlieren ihre Farbe.

Crassula: vom Geldbaum bis zu Mini-Rosetten

Eine sehr breite Gattung mit strauchigen Arten wie Crassula ovata (der klassische "Geldbaum" oder "Jadebaum") und deutlich kleineren Arten, die säulenförmig oder als dichte Rosette wachsen. Wenn du mehrere Arten derselben Gattung im Kleintopf vergleichen möchtest, findest du im Crassula-Trio · 3er-Set Sammler-Sukkulenten drei verschiedene Sorten, um Blatt- und Wuchsunterschiede auf einem Tablett zu sehen.

Sedum: Bodendecker und Hängepflanzen

Sedum umfasst sowohl sehr frostharte Freilandarten für europäisches Klima als auch typische Hängesukkulenten für Ampeln. Sedum morganianum (Eselsschwanz), Sedum rubrotinctum ("Jelly Beans") und Sedum pachyphyllum gehören zu den meistverkauften. Viele Garten-Sedum-Arten überstehen mäßigen Frost im Freien problemlos; bei kaltem Winterklima lohnt sich ein Blick in den Artikel über frostharte Sukkulenten, um zu sehen, welche Arten das genau schaffen.

Haworthia und Gasteria: die Zimmerpflanzen für schattige Standorte

Wenn du Sukkulenten Namen suchst, die auch in Innenräumen mit indirektem Licht gut wachsen, bist du hier richtig. Haworthia fasciata (mit weißen Streifen), Haworthia cooperi (durchscheinende Blätter) oder Gasteria bicolor sind langsam wachsende Pflanzen, die kein intensives direktes Sonnenlicht brauchen und seltenes Gießen gut vertragen.

Sempervivum: die "Hauswurz" fürs Freiland

Diese Gattung bildet Rosetten, die sich zu Kolonien vermehren (daher der deutsche Name "Hauswurz" oder auch "Henne mit Küken" im Englischen). Sie zählen zu den frosthärtesten Sukkulenten überhaupt und überstehen Schnee und langanhaltenden Frost im Freien ohne jeden Schutz. Sempervivum tectorum und Sempervivum arachnoideum sind die verbreitetsten Arten im europäischen Garten.

Lithops und andere "Mimikry-Pflanzen"

Lithops, bekannt als "lebende Steine", gehören zu den meistgesuchten Namen, weil ihr Aussehen so verblüfft: Sie sehen aus wie Kieselsteine und blühen zwischen den beiden verwachsenen Blättern hervor. Zur selben Kultivierungsgruppe zählen weitere mimikryartige Gattungen wie Conophytum oder Pleiospilos. Wer mit dieser Pflanzenart einsteigen möchte, findet in der Mimicry-Kollektion · 3er-Set mineralisierende Sukkulenten mehrere Arten dieses Typs zum Vergleichen.

Weitere Gattungen, die man kennen sollte

  • Aeonium: flache Rosetten auf einem Stängel, viele davon panaschiert (grün-creme oder fast schwarz, wie Aeonium arboreum 'Zwartkop').
  • Kalanchoe: umfasst sowohl blühende Zierpflanzen (Kalanchoe blossfeldiana) als auch Arten mit ungewöhnlichem Blatt (Kalanchoe daigremontiana, die kleine Ableger am Blattrand bildet).
  • Aloe: von der bekannten Aloe vera bis zu zierpflanzentauglichen Arten mit gezähntem, dornigem Blatt.
  • Senecio: hierzu gehört die "Perlenschnur" (Senecio rowleyanus), sehr beliebt als Hängepflanze.
  • Graptopetalum und Sedeveria: Hybriden und Arten mit lockerer Rosette, auf den ersten Blick oft mit Echeveria verwechselt.

Wie du herausfindest, welchen Namen deine Sukkulente hat

Wenn du den Namen einer bestimmten Sukkulente nicht kennst, achte vor der Suche auf folgende Punkte:

  • Wuchsform: kompakte Rosette, hängender Stängel, Säule oder Strauch.
  • Blattstruktur: glatt und graublau (Echeveria), behaart (Kalanchoe tomentosa), durchscheinend (Haworthia).
  • Ob sie durch Ableger Kolonien bildet (typisch für Sempervivum und viele Echeveria) oder als einzelne Rosette wächst.
  • Ob sie sichtbare Blüten hat und in welcher Farbe, denn bei Gattungen wie Lithops ist die Blüte ein sehr charakteristisches Merkmal.

Mit diesen vier Angaben lässt sich die Gattung fast immer eingrenzen, auch wenn die genaue Artbestimmung innerhalb von Echeveria oder Sedum manchmal einen Vergleich mit Referenzfotos erfordert, da es sehr viele Handelshybriden ohne festen botanischen Namen gibt.

Gleiche Pflegeanforderung, unterschiedliche Bedürfnisse

Auch wenn all diese Pflanzen unter dem Begriff "Sukkulente" zusammengefasst werden, unterscheiden sich ihre Anforderungen an Licht, Gießen und Frosthärte je nach Gattung deutlich. Bevor du nur nach dem Namen kaufst, solltest du prüfen, ob die konkrete Art zu deinem Standort passt: Wenn du wenig Erfahrung hast, ist der Artikel über die pflegeleichtesten Sukkulenten für Anfänger ein guter Ausgangspunkt. Und falls dir noch unklar ist, was eine Sukkulente von einem Kaktus oder anderen dickblättrigen Pflanzen unterscheidet, erklärt der Beitrag Was ist eine Sukkulente? das ganz ohne Fachjargon.

Beim Substrat teilen fast alle diese Gattungen dieselbe Grundanforderung: schnelle Drainage und geringe Wasserspeicherung. Ein Spezial-Substrat für Sukkulenten und Kakteen eignet sich sowohl für Echeveria als auch für Crassula oder Lithops, wobei Letztere noch seltener gegossen werden sollten als der Rest.

Häufige Fragen

Was ist der häufigste wissenschaftliche Name von Sukkulenten?

Es gibt keinen einzigen, denn Sukkulente ist ein Sammelbegriff für hunderte verschiedene Gattungen. Die häufigsten in der Kultur sind Echeveria, Crassula, Sedum, Haworthia, Sempervivum und Aloe, jede mit eigenen Arten.

Wie kann ich den Namen meiner Sukkulente bestimmen?

Achte auf die Wuchsform (Rosette, hängend oder säulenförmig), die Blattstruktur und ob sie Ablegerkolonien bildet. Mit diesen Angaben kannst du die Gattung eingrenzen und dann Fotos konkreter Arten vergleichen.

Was ist der Unterschied zwischen Echeveria und Sempervivum?

Beide bilden ähnliche Rosetten, aber Sempervivum übersteht starken Frost im Freien, während die meisten Echeveria kälteempfindlicher sind und in mitteleuropäischen Wintern Schutz brauchen.

Sind Lithops wirklich Sukkulenten?

Ja, sie gehören zur Familie der Mittagsblumengewächse (Aizoaceae) und sind an steinige Böden angepasst, wo sie Steine imitieren, um Fressfeinden zu entgehen. Sie brauchen sehr seltenes Gießen und viel direktes Licht, mehr als die meisten Rosetten-Sukkulenten.